Collectif Créatif

Bei Collectif mon Amour sind wir davon überzeugt, dass Grossartiges geschieht, wenn Menschen zusammenkommen. Darum fördern wir den inspirierenden Austausch von spannenden Persönlichkeiten: das Collectif Créatif. Lass Dich von neuen Ideen, frischen Gedanken und kreativem Stilbewusstsein begeistern.

ANNA ROSSINELLI

Anna Rossinelli gehört zu den bekanntesten Singer/Songwriterinnen der Schweiz. Unvergessen ist ihr Auftritt an den Swiss Music Awards 2012 mit dem britischen Superstar James Morrison, «eines der Highlights meiner Karriere», wie sie sagt. Dass sie das Talent hat, einmal zu den grössten Musikerinnen des Landes zu werden, hat sich früh abgezeichnet: «Mir war schon als Kind klar: entweder werde ich Sängerin oder Kindergärtnerin.» Am Ende wurde sie beides. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Fachfrau Betreuung «FaBe» und arbeitete sechs Jahre mit Kindern mit Beeinträchtigungen. Ihre musikalische Begabung lebte sie bis dahin als Strassenmusikerin aus. Und wurde prompt entdeckt. Der Rest ist Geschichte. 2021 begab sie sich auf neues Terrain: Sie übernahm eine Rolle in der neuen SRF-Serie «Tschugger», die im November 2021 ausgestrahlt wird. Und so, wie wir Anna Rossinelli kennen, wird auch das eine Erfolgsgeschichte.

LISE

Sie selbst beschreibt sich als neugierig. Wenn man mit Lise spricht, kommt einem auch das Wort furchtlos in den Sinn. Und dass sie das Ungewöhnliche liebt, sieht man ihr an. Lise schneidet ihre Haare selber, mag Stylingkombinationen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen und liebt es, sich selber immer wieder neu zu erfinden. Alles nur nicht langweilig, ist das Motto. «Ich liebe Mode», sagt sie. Ich habe mich schon als Kind gerne verkleidet und meine Mutter immer beim Anziehen beraten.» Klar, dass sie auch ihre Zukunft in der Modebranche sieht, obwohl sie deren Entwicklungen durchaus kritisch sieht. Das Ziel ist dennoch ein eigenes Modelabel, mit dem sie auf Nachhaltigkeit setzen will. Derzeit macht die 19-jährige Zürcherin, die gerade ihre Matura gemacht hat, ein Praktikum in der renommierten Hair-Make-up- und Styling Agentur «STYLE COUNCIL». Nebenbei arbeitet sie in einem Zürcher Secondhand-Laden. Ihr Motto beim Styling? «Ich suche immer ein Teil, das ich eigentlich überhaupt nicht mag. Das versuche ich dann cool zu kombinieren. So entstehen wirklich die tollsten Looks.»

LEA

Hier trifft Technologie auf Design. Und zwar wörtlich! Lea vereint diese beiden Welten authentisch und mit viel Begeisterung. Derzeit belegt die Baslerin den Studiengang «Interaction Design», bei dem man lernt, digitale Produkte und Systeme wie Smartphone-Apps, interaktive Objekte, Materialien und Installationen zu konzipieren und zu realisieren. Zuvor hat sie Branding in Amsterdam studiert. «Durch die Pandemie ist die Digitalisierung noch stärker in den Fokus gerückt. Viele Menschen hinterfragen die Wirkung und Auswirkung der Technologien auf unser soziales Verhalten. Ich verfolge diese Entwicklung mit grossem Interesse.» Privat ist sie viel mit dem Zug in den Städten Europas unterwegs. Und legt als DJ auf: «Ich liebe die Anfänge der elektronischen Musik in Deutschland in den 70er und 80er Jahren und den Beginn des Techno aus Detroit und England.»

MEL

Ihre langjährige Erfahrung als Producerin und Art Buyerin haben dazu beigetragen, dass Mel mit ihrer Location Agentur «November Oscar Sierra Whiskey» seit Jahren zu den Wichtigsten der Branche gehört. Nach ihrer Ausbildung zur Marketing- und Kommunikationsplanerin ging sie nach Kapstadt, wo sie erste grosse Foto-Produktionen organisierte. Zwei Jahre später kam sie zurück in die Schweiz und machte sich in Zürich mit ihrer eigenen Fotoproduktionsagentur MEL Y MEL selbständig. Parallel dazu gründete sie 2012 ihre heutige Location Agentur, mit der sie die unterschiedlichsten Locations für Foto- und Filmproduktionen in der Schweiz stellt. Mehr als 700 hat sie im Archiv und ist stetig auf der Suche nach weiteren, spannenden Orten. «Ich mag die Abwechslung in meinem Job und lerne gerne neue Menschen kennen. Kein Tag ist wie der andere», sagt sie. Auch privat ist die gebürtige Baslerin immer in Bewegung. Sei es auf dem Snowboard, beim Skaten oder mit Tochter Liv.

Victoria

In der Modebranche ist sie schon länger ein Begriff. Und zwar nicht als Quereinsteigerin, sondern als jemand, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat. Die 31-Jährige studierte Modedesign in Zürich, absolvierte anschliessend ein Praktikum im Showroom des skandinavischen Überlabels «Acne Studios» und wechselte später zu einer renommierten Moderedaktion, wo sie den Grundstein für ihre spätere Karriere legte. 2015 wagte sie den Sprung in die Selbständigkeit und arbeitet seitdem als Stylistin und Social Media Managerin. Letzteres macht sie nicht nur für ihre Kunden erfolgreich, sondern auch für sich selber. Auf Instagram zeigt sie ihren 15’000 Followern gekonnt ihre Welt. Und ihren Stil. «Mein Look ist sehr clean und zurückhaltend. Ich mag keine grellen Farben und Muster. Weniger ist mehr.» Neben der Mode, ihrem Mann Luca und ihrem Hund Arthur zählt Frankreich zu ihren grossen Lieben. Besonders Paris hat es der Luzernerin seit jeher angetan. Der letzte Besuch in der französischen Hauptstadt gehört zu den Highlights 2021. Das Highlight ihres Lebens steht ihr aber noch bevor: Victoria wird im Herbst erstmals Mutter eines kleinen Sohnes.

Nina

Die 26-jährige lebt die Kreativität. Nicht nur beruflich, sondern auch in ihrer Freizeit. Aber der Reihe nach. 2021 hat Nina erfolgreich ihren Bachelor in Textildesign abgeschlossen. Neben ihrem Studium entscheidet sie sich gegen einen «klassischen Studentenjob», sondern arbeitet stattdessen als Naildesignerin im Nagelstudio ihrer Kollegin. «Ich liebe diesen Job. Ich kann meine ganze Kreativität einbringen und habe mit vielen Leuten zu tun.» Das grosse Ziel ist aber natürlich ihr eigenes Label. Für das hat sie bereits eine klare Vision: «Meine Kreationen erscheinen wohl sehr feminin, sind aber für alle Menschen gedacht. Meiner Ansicht nach muss das binäre System endlich aufgebrochen werden – nicht nur in der Mode.» Vergangenes Jahr hat sie das Stricken wiederentdeckt und eine Mini-Kollektion aus Surmhauben und Pullover gemacht. Ein erster kleiner Schritt zu etwas hoffentlich Grossem!

FANNY

Wenn es um die Kommunikation im Food-Bereich geht, kommt man an ihr nicht vorbei. Fanny ist mit ihren 30 Jahren in diesem Bereich bereits fest verankert und arbeitet für einige der wichtigsten Zürcher Gastronomiebetriebe. Den Grundstein dafür legte sie mit ihrer Position als Director of Marketing im Zürcher 5-Stern-Hotel Widder. Dem Voraus ging ein Studium im Bereich «Trends und Identity» an der ZHdK: «Ich habe schon während dieser Zeit immer viel und gerne in der Gastronomie gearbeitet und gleichzeitig die ersten Pop-up-Projekte mit Laura Schälchli und Valefritz gemacht». 2020, zu Beginn der weltweiten Corona-Krise, hat sie sich mit ihrer eigenen Kommunikationsagentur selbständig gemacht. Und gleich einen Coup gelandet: «Ich habe während des ersten Lockdowns zusammen mit Ursina Widmer, Valentin Diem und Nenad Mlinarevic ihr Konzept für das Delivery Projekt „AUSWÄRTS-DAHEIM“ entwickelt und umgesetzt», erzählt sie. «Seitdem läuft’s», wie sie sagt und ergänzt: «Der Sprung in die Selbstständigkeit war die beste Entscheidung.»

Collectif mon Amour x Annina Arter

Keine Frage: Annina Arter gehört zu den gefragtesten Textildesignerinnen der Schweiz. Vor allem im Bereich Szenografie und Architektur setzt sie mit ihrem unverwechselbaren Stil und aussergewöhnlichen Projekten Massstäbe. Zudem realisiert sie regelmässig Tapetenprojekte für öffentliche Gebäude, Büros und Privatwohnungen. Im Mittelpunkt stehen dabei immer Szenen und Erzählungen, die überraschende Akzente setzten und viel Sinnlichkeit vermitteln. Dabei versteht es die Künstlerin wie kaum eine andere, starke Farben mit märchenhaften Erzählungen zu kombinieren. Dem gegenüber stellt sie digital gezeichnete Elemente, was für spannende Kontraste sorgt. Aktuell ist sie für die Swiss Designs Awards nominiert. Für Collectif Mon Amour gestaltete sie wunderschöne Foulards, Totebags und einen Jumpsuit – unverwechselbar und sehr Annina! We love!

Frédérique

Nach ihrer über 10-jährigen Tätigkeit als Gründerin und Direktorin der KATZ CONTEMPORARY Galerie schlugt Frédérique 2019 mit ihrem Unternehmen FRÉDÉRIQUE HUTTER ART CONCEPT ein neues Kapitel auf. Die Idee: Weg von den festgelegten Programmen einer Galerie hin zu temporären Ausstellungsprojekten ohne fixe Ausstellungsräume. «Ich wollte weg von diesem Korsett der Öffnungszeiten und fixen fünf Ausstellungen pro Jahr hin zu mehr Flexibilität, auch bei der Förderung junger Künstler.» Aktuell arbeitet sie unter anderem mit dem Schweizer Künstler François Berthoud, mit dem sie im Herbst den 5. Stock des Modissa bespielt und diesen so zu einer temporären Kunstgalerie macht. Seit drei Jahren engagiert sich Frédérique zudem als Botschafterin für die SANNI-Foundation, einer Organisation, die sich für die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Bekämpfung extremer Armut, die Gesundheitsförderung sowie Förderung von Frauen in Indien einsetzt. Und auch modisch spielt sie in der obersten Liga: 2018 wurde sie von der NZZ auf Platz 1 der stilvollsten Schweizer Frauen gewählt.

PRIYA RAGU

Sie gehört zu den «Rising stars» am Schweizer Musikhimmel. Seit einem Jahr erobert Priya die Musikszene mit ihrem Mix aus tamilischen und westlichen Klängen, die sie so gekonnt in Einklang bringt, dass sie mit ihrer Debutsingle «Good Love 2.0» direkt auf dem Game-Hit «Fifa 2021» landete. Seitdem gehört die St. Gallerin zu den vielversprechendsten, internationalen Newcomerinnen, hat einen Vertrag mit Warner Music in der Tasche und grosse Pläne für die Zukunft. Einer davon ist, ihren Lebensmittelpunkt neben der Schweiz nach London zu verlegen. Ihre Liebe zur Musik fand sie durch ihren Vater, der sie mit sieben Jahren zum Geigenunterricht schickte. Später entdeckte sie den Gesang, irgendwann dann Lauryn Hill und die Fugees und ihr Talent, Songs selbst zu schreiben. Heute wird ihre Musik im Radio rauf und runter gespielt. Priya selber hört übrigens am liebsten alten Soul von Stevie Wonder oder Aretha Franklin. Und tamilische Musik. So schliesst sich der Kreis.

YESH

Yesh ist das, was man einen «world citizen» nennt: Ursprünglich stammt sie aus Tibet, wuchs in Appenzell Ausserrhoden auf und lebt seit 11 Jahren in New York. Dieser multikulturelle Mix ist fest in ihr verankert. Ihre bescheidene Art verdankt sie ihren tibetischen Wurzeln, ihre strukturierte Herangehensweise ist «typisch schweizerisch» und die unverblümte Direktheit hat sie von den Menschen aus ihrer Wahlheimat übernommen. Die vielseitige  Musikerin war in New York in einer Band und ist seit drei Jahren als Solokünstlerin unterwegs. Auftritte hatte sie u.a. in verschiedenen Venues in New York, an der Art Basel und in Zürich beim 40 Jahre Jubiläum der roten Fabrik sowie im Theaterhaus Gessnerallee. Ausserdem geht sie immer wieder Kollaborationen mit anderen Künstlern und Institutionen ein und leiht Werbespots ihre Stimme. Und wenn sie neben all dem noch Zeit hat, macht sie gerne einen Halb-Marathon. Sie liebt die Herausforderung. Und ist überzeugt: «Wenn man die Angst überwindet, gelangt man zur Freiheit!»

Collectif mon Amour x Yael Anders

Wer Einzigartigkeit sucht, findet sie bei den Designs von Yael Anders. In der Kollektion, welche die Zürcher Designerin für Collectif mon Amour kreiert hat, gleicht kein Kleidungsstück dem anderen. Zu verdanken ist das dem aussergewöhnlichen Entstehungsprozess, bei dem die 26-Jährige bewusst mit dem Zufall spielte und jede bedruckbare Fläche maximal nutze, indem sie ihre handgemalten Illustrationen in verschiedenen Proportionen arrangierte. Die Elemente wurden zufällig auf die einzelnen Kleidungsstücke gesetzt, was jedes Teil individuell und einzigartig macht. Für diese besondere Handschrift ist Yael, die ihr Studium an der ZHdK und der ENSAAMA in Paris absolvierte, über Zürichs Grenzen hinaus bekannt. Ihr Erfolgsgeheimnis? Sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und konzipiert, gestaltet und realisiert kreative Projekte. Immer mit dem Fokus auf dem, was sie am besten kann: Dinge arrangieren.

COLLECTIF MON AMOUR X ISSU ISSU

Die Entwürfe von ISSU ISSU für Collectif mon Amour verkörpern die allgegenwärtige Lust nach Sommer, Sonne und Wasser und spielen mit dem Gefühl, sich gut in seiner Haut zu fühlen und gleichzeitig schön ummantelt zu sein von Frottee. «Wir wollten etwas entwerfen, was unser Bedürfnis widerspiegelt – auch zielgerichtet für das Jetzt. Unsere Idee: bequeme, entspannte und sinnliche Kleidung», sagen die ISSU ISSU-Gründerinnen Mariella Ingrassia und Cheryl Graf, die mit ihrem Label seit einigen Jahren kreative Massstäbe setzen. Die Hauptzutat der neuen Kollektion ist Frottee, ein Stoff, der für maximales Wohlbefinden sorgt und in Form von Wickelröcken, Kleidern, Tops und Taschen daherkommt. Und uns diesem Sommer so dem Urlaubsfeeling ganz sicher ein kleines Stück näherbringt.

Collectif mon Amour x Halpern&Halpern

Wer ein Teil dieser wunderbar-witzigen «Mini-Capsule-Collection» ergattern will, muss schnell sein. Gerade einmal 50 Exemplare sind von der limitierten Kollektion des Kreativduos Halpern & Halpern erhältlich. Jedes Sweatshirt, jeder Hoodie und jedes T-Shirt wurde von den beiden Schwestern Zuni und Nora mit viel Liebe zum Detail kreiert. Der Clou: Sowohl die Sweatshirts als auch die Hoodies folgen dem «Upcycling»-Prinzip, das heisst, dass die Produkte aus vorherigen Saisons wiederverwendet wurden. Das Zürcher Siebdruckatelier ATELIER SIEBSCHMUCK übernahm dafür den Druck der neuen Comics, die für «Witz und positive vibes only» stehen. Und auch sonst folgen die beiden ihrer kreativen Ader konsequent. In ihrem Zürcher Designatelier entsteht tagtäglich Wunderschönes. Dass sie es selber als «multidisziplinär» beschreiben, ist eher unter- als übertrieben: Grafikdesign, Interiordesign, Produktdesign, Setdesign, Illustration, Fotografie – die Kreativität ist hier wahrlich grenzenlos.

MOMO

Die gelernte Industrie Designerin mit Bachelor of Arts arbeitet als Künstlerin, Illustratorin und Multimediadesignerin, hat eine Haarpracht, die einen vor Neid erblassen lässt und ihren Hund „Logan“, der unser Herz im Sturm erobert hat. Wenn man mit Momo spricht, merkt man sofort, dass Kreativität ihr Lebenselexier ist: Sie malt Acrylbilder in ihrem Weirdo-Comic-Cartoon-Style, illustriert und kreiert digitale Kunstwerke auf Skateboards, Leinwände, Sticker und Kleidung, seit sie denken kann. Und das kommt nicht von ungefähr: Ihre Mutter ist Designerin, ihr Cousin arbeitet als Musikproduzent. Die Kreativität wurde ihr also in die Wiege gelegt. Und begleitet sie auch in ihrer Freizeit. Sie liebt Besuche in Museen und Galerien und findet London einen der inspirierendsten Orte der Welt. Dort feiert sie, wenn immer möglich, ihren Geburtstag. Ihr grösster Traum? Ihrer Leidenschaft immer nachgehen zu können. Und einfach happy sein.

COLLECTIF MON AMOUR X NOU

Das Zürcher Label NOU setzt sich für die Erhaltung und Neuinterpretation von umweltfreundlichen Naturfarben ein. Im Vordergrund steht dabei das Bewusstsein für die Kostbarkeit von Farbe, für ihren Ursprung und ihre Einzigartigkeit. Für die Kollaboration mit Collectif mon Amour hat die Textilgestalterin Jennifer Grunder, die hinter dem Label NOU steckt, Tagetes, Saflor und Rosen aus ihrem eigenen Garten wie auch aus Zürichs Quartierstrassen verarbeitet. Entstanden sind so wunderschöne T-Shirts mit Blumendrucken, die durch die Bundle Dye Technik entstanden sind. Dabei werden die Farbstoffe der Blüten und Pflanzen durch Dampf dauerhaft auf die Textilien übertragen. Sie erzählen in poetischen Zeichnungen bunten Geschichten der Flora.

LISA

Wer in der Zürcher Modeszene unterwegs ist, kommt um sie nicht herum. Lisa ist stadtbekannt für ihr ausgeprägtes Stilbewusstsein und ihre gekonnten Looks, war als Model schon in zahlreichen Hochglanzmagazinen zu sehen und ist seit vielen Jahren ein kreativer Tausendsassa in der Branche. Ihren Stil beschreibt die 35-Jährige, die heute als selbständige Art Direktorin arbeitet, als burschikos und praktisch, aber immer mit einem Schuss Exzentrik: Vintage meets modern meets exklusiv; bei Lisa wird alles gemixt. Und sie ist überzeugt, dass Mode sowohl den Charakter als auch die Laune der Menschen widerspiegelt. Für die Zukunft hat die gebürtige Bündnerin grosse Pläne: Sie will Töfffahren lernen. Vielleicht Skydiven. Und sie will zurück zu ihren Wurzeln (sie ist zu einem Viertel Chinesin) und nach China auswandern, dort ihr Talent für Innenarchitektur professionalisieren und die Sprache lernen. Denn: «China ist seit jeher meine grosse Inspiration».

SIRA

Schauspielerin, Menschenfreund, Freigeist! Wer Sira trifft, merkt sofort, dass sie das Ungewöhnliche liebt. Ohne Hauskatze Oria geht sie praktisch nie vor die Tür. Sie ist fasziniert von Menschen, deren Geschichten und Lebensweisen, lebt stets den Moment und bezeichnet sich selbst als absolut kompromisslos. Aufgewachsen ist die 29-Jährige in Frankreich, wo sie mit ihren Eltern 15 Jahre in einer Kommune gelebt hat («Ehrlich, wie in den 68ern»). Eine prägende Zeit. Später studierte sie drei Jahre Schauspiel in Paris, bevor sie in die Schweiz zurückkam. Heute arbeitet sie als Assistentin der Geschäftsleitung für die Film Commission, ist als Schauspielcoach für Kinder und Jugendliche in Zürich tätig und steht nach wie vor selber regelmässig vor der Kamera. Auf die Frage, was sie fasziniert, antwortet Sira: «Für mich sind wir nicht Menschen, die eine seelische Erfahrung machen, sondern Seelen, die eine menschliche Erfahrung machen. Ich finde es unglaublich spannend zu sehen, was jeder Einzelne daraus macht.»

NADINE

Kreativität wurde ihr in die Wiege gelegt. Als Tochter eines Grafikers und einer Modedesignerin war ihr Weg irgendwie vorherbestimmt. Und tatsächlich war schnell klar, dass Nadine sich im kreativen Umfeld sehr wohl fühlt. Sie entscheidet sich für die Kunstgewerbeschule und steigt danach bei einer grossen Werbeagentur ein. Ein Kontrastprogramm. Selber sah sie sich mehr als kreative Handwerkerin und suchte nach selbstbestimmten Wegen. Während einem Jahr in Barcelona mit ersten Aufträgen wagte sie den Sprung in die Selbständigkeit. Das war 2004. Bis heute macht sie das höchst erfolgreich und verantwortet zahlreiche Markenauftritte und Kampagnen für grosse, kulturelle Institutionen. «Mein Job braucht kein zusätzliches Hobby», sagt sie. Glück ist, wer das sagen kann.

LEA

Wer mit Lea spricht, merkt schnell, dass sie genau weiss, was sie will. In ihrer Freizeit hat sie sich voll und ganz der Pfadi verschrieben. Mit viel Euphorie erzählt sie von ihrem grössten Hobby, das sie mit ihren besten Freundinnen teilt und das deshalb zu einer zweiten Familie wurde. Nach der Matur will die Zürcherin Politikwissenschaften und aktuelle Geschichte studieren. Als Mitglied der Schülerorganisation engagiert sie sich bereits für die Interessen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. Ein Weg, den sie weiterverfolgen möchte. «Ich kann mir gut vorstellen, später in die Politik zu gehen. Ich bringe mich gerne ein und möchte mich engagieren, beispielsweise für die Gleichberechtigung der Frau. Das ist mir persönlich ein sehr wichtiges Thema.» Auch Mode hat einen hohen Stellenwert in ihrem Leben. Ihr perfekter Look? Sportlich-elegant, cool und bloss nicht schickimicki.

MENCHU

Life goals? Mit 69 Jahren noch so fantastisch aussehen wie Menchu, die mit ihrer modernen Eleganz einen ganz besonderen Vibe versprüht. Man merkt der gebürtigen Philippinerin sofort an, dass Mode ihre grosse Leidenschaft ist. Sie liebt japanische, belgische und französische Designer wie Maison Margiela, Yōji Yamamoto, Issey Miyake und Comme Des Garçons und mixt die gekonnt und mit viel Liebe zum Detail. Ihren Stil beschreibt sie als verrückt und gleichzeitig schlicht: «Je älter ich werde, desto ruhiger werde ich. Auch modisch», sagt sie lachend. Sie liebt Spaziergänge in der Natur, Fotografie und Kunst (sie führte viele Jahre ihre eigene Kunstgalerie), ist in ihrem Leben weit und viel gereist und schätzt heute die Ruhe in ihrem Haus ausserhalb von Zürich. Dass sie ihren früheren Traum, selbst ein Modelabel zu gründen, nicht realisiert hat, sieht sie heute gelassen: «Ich hatte so ein erfülltes Leben, das ich nur dankbar bin.» Wenn man das sagen kann, hat man wohl alles erreicht.

Ayako

Für Ayako ist jeder Moment ein inspirierender: Ob neue Leute und ihre Ansichten kennenlernen, den Sonnenuntergang betrachten oder der tägliche Spaziergang mit ihren zwei Hunden (und wahrscheinlich auch den drei Katzen) – sie saugt die Eindrücke auf und lässt sie in sich wirken. Besondere Wirkung entfaltete das kürzlich besichtigte Kloster Einsiedeln. Die kreativ Schaffende, die zurzeit das Künstlerstudio ihres Ehemannes managet und erst seit drei Jahren in der Schweiz lebt, nutzt die beschränkte Reisesituation, um ihr neues zu Hause zu entdecken.

Laila

Sie mag Rot. An den Lippen und auf den Nägeln. Das passt zu ihrer starken Persönlichkeit. Denn wenn Laila etwas will, dann erreicht sie das auch. Und sie hat einiges vor: Gitarrenspielen lernen zum Beispiel. Oder Nähen. Oder nach der abgeschlossenen Ausbildung endlich loslegen. Vorher aber noch etwas entspannen und durchatmen. Durch den Flohmi schlendern. Ferien geniessen. Mit dem Velo herumkurven, auch wenn die Autoprüfung frisch bestanden ist. Und auch einfach mal das Handy vergessen. Denn das ist ihr nicht so wichtig.

Lena

Die Akademikerin hinterm Bartresen. Ein moderner Klassiker sozusagen. Lena hat Spass am Job in der Cafe Bar, aber vielleicht macht sie morgen auch schon was anderes. Oder startet mit ihrer Band durch. Wobei die ja noch nicht richtig gegründet ist, weil der Schlagzeuger fehlt (wir nehmen Bewerbungen gerne entgegen). Ansonsten ist Lena eher weniger klassisch unterwegs: Sie spielt Bassgitarre, steht auf Psychedelic Rock, trägt gerne mal Männerhosen und am liebsten die Farbe Orange – und ja, alles steht ihr echt gut.

Virginia

Ursprünglich Lehrerin, dann Stylistin, Moderedakteurin und heute Inhaberin eines Innenarchitekturbüros: Virginia. Seit über 30 Jahren in Zürich, schlägt das Herz der Bündnerin nach wie vor fürs Engadin. Dort tankt sie auf und lässt sich inspirieren: von den Galerien und Museen, aber vor allem auch von der Schönheit der Natur. Als Ästhetin umgibt sich Viginia gerne mit schönen Dingen. Und manchmal kommt die Sammlerin in ihr zum Vorschein. So wie bei den meisten kreativen Köpfen.

Oriana

Tausendsassa. Multitalent. Virtuosin. Das ist Oriana. Neben ihrer Tätigkeit als Stylistin und Modelagentin organisiert sie auch Parties und stellt Keramik-Objekte her. Vielleicht macht sie auch welche in Hellblau, denn danach fühlt sie sich gerade. Orianas Horizont erstreckt sich vom Hier und Jetzt bis in die Vergangenheit – zu Basquiat, Studio 54 und so weiter. Es ist die Faszination eines gemächlicheren Lebens, in dem der einzelne Moment zählt und das Erlebnis ausgekostet wird. Einfach mal Innehalten im Dasein. Genau jetzt.

Mel

Lila ist ihre Farbe und ohne ihre Kristalle läuft bei Mel gar nichts. Abgedrehte Esoterikerin? Fehlanzeige! Mel lebt eine moderne Spiritualität, die ganz natürlich von Innen kommt und fernab von Hokuspokus ist. Mit ihren feinen Antennen für Zwischenmenschliches und ihrem Gespür für Ästhetik engagiert sie sich beruflich wie auch für die Gesellschaft – als Photo Editor & Creative Consultant und mit dem Salon Privé für Woman Empowerment. Und für eine ganz bestimmte kleine Woman macht sie sich besonders stark: für ihre Tochter.

Ivory

In dieser Costumer Care Managerin versteckt sich eine Musikerin: Ivory ist kreativ, ein bisschen crazy und scheut sich euch nicht davor, einfach spontan im Tonstudio mitzuwirken. Und Mut wird belohnt, denn der Song, der soeben veröffentlicht wurde, kommt gut an. Vielleicht gönnt sie sich zur Feier einen neuen Fingerring? Denn Schmuck liebt sie und trägt sie fast immer – egal, ob sie sich gerade als Tomboy oder Girlie stylt. Ziemlich schick also. Dazu passt auch ihr Faible für Königsblau. Wir hätten schon einen Künstlernamen für sie: Queen Ivory.

Sheena

Konichiwa. Sheena lernt Fremdsprachen zur Entspannung. Und so auch Japanisch, denn die Pazifikinseln sind ihr Sehnsuchtsort: Die Grafikerin ist fasziniert vom reduzierten, japanischen Design – insbesondere vom Muji Konzept, das nicht nur auf formschöne Produkte, sondern auch auf Nachhaltigkeit setzt. Das ist Sheena auch bei ihrer Kleidung wichtig, darum achtet sie auf deren Herkunft und Verarbeitung. Wenn’s passt, mixt sie verschiedene Stile auch gerne mal wild durcheinander. Denn Mode wie auch Kunst bedeutet für sie vor allem eins: Freiheit.

Karolin

Nicht Rot. Und auch nicht Blau. Vielleicht Gold? Nein, besser Silber! Karolin wägt gerne ab und trifft keine unüberlegte Entscheidungen. Spiegelndes Silber versinnbildlicht daher geradezu perfekt ihre kritische Reflexion und die Auseinandersetzung mit dem Selbst, der Gesellschaft und der Umwelt ist ihr Daily Business, denn sie studiert bildende Künste und Modedesign. Letzteres hat sich aus ihrer Vorliebe für das Theater und die Idee der Schauspielerei entwickelt. Wahrscheinlich mag sie auch deshalb die theatralischen, unkonventionellen Fashionvideos von Puppets and Puppets und -shows von writtenafterwards oder das Musikvideo Benzo von Blood Orange und die Rauminstallationen von Dominique Gonzalez-Foerster.

Scarlet

Messer. In diversen Formen und Grössen. Das sammelt die zierliche Rothaarige. Angst haben muss man aber (meistens) nicht: Scarlet ist Künstlerin im Bereich der Druckgrafik. Sie pflegt die besondere Technik des Holzschnittes und holt mit ihren Kunstwerken das alte Kulturgut in die Moderne. Ein Zusammenspiel der Zeiten sozusagen. Und Zeitlichkeit dient ihr auch als Inspiration: So stöbert sie gerne in den digitalen Arbeiten von Jon Rafman, die einen archivartigen Charakter aufweisen.

Esther

Perla Mode, Message Salon und Embassy. Seit 25 Jahren prägt Esther die Kunstszene und Zürich. Die Künstlerin und Madame l’Ambassadeur – die auch ihren Stil so beschreibt – setzt auf die Kraft, die entsteht, wenn Menschen zusammen kommen: Unter dem Projekt Message Salon Embassy lädt sie andere Künstler ein, um gemeinsame Momente zu erleben. Ja, es geht ums Netzwerken, aber vor allem auch um Freundschaft. Und irgendwie auch um Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit im Zwischenmenschlichen. Für ein schönes und inspirierendes Miteinander.